Datum der Benennung:
15.09.2025
Stadtteil:
Stadtfeld
Zum Namen:
Klara Löbenstein (*15. Februar 1883 in HIldesheim; † 10. Juni 1968 in Buenos Aires, Argentinien) wuchs in Hildesheim auf und besuchte die Städtische Höhere Töchterschule. 1904 begann sie ein Studium der Fächer Mathematik und Physik in Berlin und Göttingen – zusammen mit Margarethe Kahn, beide als Gasthörerinnen, weil Frauen in Preußen noch nicht regulär studieren durften. Als das 1909 möglich wurde, promovierte Löbenstein 1910 in Mathematik und legte das Staatsexamen für Lehramt ab. Anschließend war sie als Lehrerin am Andreas-Realgymnasium (heute Scharnhorstgymnasium) tätig, ab 1913 als Oberlehrerin in Metz, später in Landsberg an der Warthe.
Aus diesem Dienst wurde sie 1933 wegen ihrer jüdischen Herkunft zwangsbeurlaubt, 1936 aus dem Staatsdienst entlassen und kehrte nach Hildesheim zurück. 1938 musste sie in ein „Judenhaus“ in der Friesenstraße 3 umziehen. 1939 konnte sie aus Deutschland flüchten und lebte ab 1941 in Buenos Aires. Hier unterrichtete sie weitere 20 Jahre an einem Gymnasium.